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Leiter Oliver Müller (vorn links) und die anderen Mitglieder des Jugendclubs Heidersdorf treffen sich regelmäßig.Dabei steht nicht nur Party auf dem Programm. Die jungen Leute packen auch kräftig mit an.

Foto: Jan Görner
Heidersdorfer Jugend kommt nicht nur zum Feiern zusammen
Die Clubmitglieder haben ihr Domizil in den vergangenen Jahren in Eigenregie auf Vordermann gebracht. Veranstaltungen wie das Volleyballturnier sollen Geld in die Kassen spülen. Es wird schon auf das nächste Projekt gespart.

Von Jan Görner
erschienen am 06.09.2017

Heidersdorf. Nunmehr 23 Jahre seit Gründung des Heidersdorfer Jugendclubs haben sich die Grundanliegen der Gemeinschaft nicht geändert. „Wir kommen hier her, um uns zu treffen, miteinander zu reden oder zu spielen“, sagt Leiter Oliver Müller. Natürlich reifen hier auch regelmäßig Ideen, mit denen sie anderen Jugendlichen eine Freude bereiten und gleichzeitig die Clubkasse ein bisschen aufbessern können. Dazu zählt das Volleyballturnier.
Bei der mittlerweile achten Auflage schmetterten sechs Mannschaften um den Sieg. Die Gastgeber konnten selbst kein eigenes Team stellen, da sie mit der Absicherung der Veranstaltung beschäftigt gewesen sind. Am Ende haben die „Blockwürste“ den Wettbewerb vor dem VSV Heidersdorf und den „Bussen von der Zach“ gewonnen.
Sportlicher Ehrgeiz war bei der Veranstaltung das eine. Viel wichtiger war es jedoch, sich wieder einmal in größerem Rahmen zu treffen und über Gott und die Welt zu reden. Etwa 25 junge Leute im Alter zwischen 17 und 35 Jahren besuchen den Jugendclub nahe dem Kindergarten des Ortes regelmäßig. Sie treffen sich hauptsächlich freitags und samstags. Das Domizil der jungen Leute beherbergte früher eine Arzt- und eine Zahnarztpraxis sowie eine Physiotherapie. Es gehört der Gemeinde, der Jugendclub darf es kostenlos nutzen. Wasser und Strom stellt die Gemeinde ebenfalls kostenlos zur Verfügung.
In den vergangenen drei Jahren haben die Jugendlichen das Haus gründlich renoviert und nach ihrem Wunsch eingerichtet. Diese Arbeiten sind eigenständig vorgenommen worden. Schließlich gibt es im Club viele geschickte Hände. Die Baumaterialien stellte die Gemeinde bereit. “ Bei uns sind nicht nur alle da, wenn es ums Feiern geht. Auch bei den Arbeitseinsätzen sind viele mit dabei“, versichert Oliver Müller. Das gilt auf für das Holzmachen, denn beheizt werden die Räume mit einem Ofen.
Wenn das Geld reicht, könnte im nächsten Jahr der Bau eines kleinen Balkons auf dem Vordach in Angriff genommen werden. Mit Veranstaltungen wie dem Volleyballturnier wollen die Jugendlichen das Vorhaben finanzieren. Ein weiteres Event spült weiteres Geld in die Kassen. Mit der Musikveranstaltung „Dorfbeats“ sorgen die Jugendlich Anfang des Sommers stets für gute Laune.
Angst um die Zukunft muss der Treff ohnehin nicht haben. Seit seinem mittlerweile 23-jährigen Bestehen hat das Stammpublikum altersbedingt mehrere Male gewechselt. „Trotzdem sind wir immer zwischen 20 und 25 Leute gewesen“, sagt Oliver Müller. Aus den Anfangsjahren kommt der eine oder andere nur noch gelegentlich in den Klub.